Sat, May 19, 2012

Gorillaz – Plastic Beach

Das neue Album der Gorillaz steht ganz im Zeichen der Apokalypse und ist zugleich das dritte Studioalbum, welches von Soundkünstler Damon Albarn und Zeichner Jamie Hewlett veröffentlicht wurde. Dabei geht es nicht nur musikalisch um den Weltuntergang, sondern auch das Gesamtkunstwerk verabschiedet sich, vorerst zumindest, aus der Welt des Comics und der Musik.

Höchst seltsam und anonym war das damalige Auftreten der Gorillaz und zudem eine kleine Sensation. Schließlich war das Konzept der Band nicht alltäglich und schlug tatsächlich ein wie eine Bombe. Und weil es so schön ist und die Guerilla Truppe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt sind, hören sie auf. Genauso spektakulär, wie sie ihre Karriere begannen, wird diese enden. Mit dem Album Plastic Beach. Und sie haben Recht behalten. Das Meisterwerk aus ihrer musikalischen Trilogie wird mächtig einheizen. Hier wird das ursprüngliche Konzept genau umgesetzt. Pop-, HipHop-, Dub-, Soul- und Elektroklänge, alles spiegelt sich in diesem einzigartigen Album wieder und haut richtig rein. Dies hört man besonders bei dem Titel „White Flag“, welcher die Gegensätze von Ost und West beinhaltet. Keine Geringeren wie die East Londoner Grime-Rapper Kano und Bashy setzen dies zusammen mit dem National Orchestra For Arabic Music perfekt um.

Wen wundert es da, dass Liebhaber dieser Musik rhythmisch auf der Tanzfläche in Ekstase geraten. Die Bandbreite von renommierten Musikerkollegen auf dem Album ist riesig. Musikalische Gäste sind unter anderem De La Soul, Lou Reed, Mark E. Smith (The Fall), Mick Jones und Paul Simonon. Daher reichen die musikalischen Einflüsse von HipHop über Punk, bis hin zu Jazz und Soul. Mein Gott, was für ein Abschied.

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