Die Musikrichtung Jazz wurde um 1900 in den Vereinigten Staaten von Amerika erfunden bzw. hervorgebracht, insbesondere von Afroamerikanern. Einmal entdeckt, wurde sie von talentierten Musikern weiter entwickelt und im sogenannten Crossover mit anderen Musikstilen vermischt. Zum Jazz zählen heute zahlreiche Genres, die eigentlich kaum noch mit der afroamerikanischen Tradition verbunden sind. Jazz wird in der heutigen Zeit als das Gegenstück zur europäischen Musik bezeichnet und eröffnete und ebnete anderen Sparten wie Pop und Folk neue Wege.
Auf die Frage, was Jazz denn eigentlich sei, antwortete Louis Armstrong, dass genau diese Fragestellung beweist, dass es manche Leute nie verstehen werden, egal, wie schwer man sich bemüht, es zu erklären. Er wollte damit sicher niemanden auf den Schlips treten, sondern klar machen, dass es darum geht, die Musik einfach zu fühlen, anstatt sie zu definieren.
Der Free Jazz wird durch Klänge hervorgebracht, die von unterschiedlichen Methoden Gebrauch machen. Verschiedene Melodiemotive und Rhythmusfragmente sind dabei genauso von großer Bedeutung wie improvisierte Variationen. Sie bringen eine gewisse Klangfarbe in das vorgegebene Material und erweitern es. Unterschiedliche Tonarten und Rhythmen runden das ganze zu einem perfekten Meisterstück ab.
Zu Beginn dieser Stilrichtung galt der Jazz als pure Unterhaltungsmusik der schwarzen amerikanischen Bevölkerung. Das kulturelle Gut, welches sich dahinter verbarg, wurde nicht bewusst erkannt, sondern meist als Hintergrundmusik geduldet. Erst später, nach einem langen Prozess suchten talentierte Musiker und Musikerinnen nach neuen Wegen „ihrer“ Musik. Die Tradition wurde nicht gebrochen, wie so manches empörtes Publikum es empfand, sondern mit neuen musikalischen Zutaten kombiniert.
